60 Jahre Realschule Obernburg

von Fritz Berninger im Juli 2011 (Erweiterung von Reiner Hanten)

Dieser Artikel beruht vor allem auf den Beiträgen in den Jahresberichten der Schuljahre 1980/81 und 1990/91 und der Festschrift 2000/01, erstellt von den damaligen Schulleitern Herrn Bader, Herrn Forster und Herrn Müller anlässlich des 30-, 40- und 50-jährigen Bestehens der Schule.

Am 17. September 1951 wurde die, bis dahin, „Öffentliche Handelsschule Klingenberg“ zur „Staatlichen Mittelschule für Knaben und Mädchen“ mit dem Sitz in Klingenberg.  Dieses Datum betrachten wir als den Ausgangspunkt und Gründungsdatum für unsere „Main- Limes-Realschule“.

 

Das Stadtschloss in Klingenberg, unser ehemaliges Schulgebäude (Bildquelle Wikipedia)    

Die Vorläuferschule wurde jedoch noch früher, kurz nach dem Krieg 1945, als „Private Handelsschule Klingenberg gegründet“ und 1947 zur „Öffentlichen Handelsschule Klingenberg“ umbenannt. Der Abschluss dieser Schule war das Zeugnis der „Mittleren Reife“. Also 1951 wurde sie zur Staatlichen Mittelschule und war die einzige weiterführende Schule im damaligen Altlandkreis Obernburg und die zweite Mittelschule in Unterfranken.  Sie war dreistufig und erlebte einen enormen Zustrom von Schülern und Schülerinnen aus einem sehr großen Einzugsgebiet. Nach wenigen Jahren war das Schulgebäude - das Mayerhofsche Schloss in Klingenberg – zu klein und ein neues Schulgebäude wurde in der damaligen Kreisstadt Obernburg errichtet. Am 8. Januar 1964 konnten die 13 Klassen mit 426 Schülern in die neuen Räume einziehen. Ab dem 30. Juli 1965 führte sie die offizielle Bezeichnung „Staatliche Realschule für Knaben und Mädchen“  

 

 

Innerhalb der nächsten 5 Jahre verdoppelten sich die Schüler- und die Klassenzahl, obwohl in Miltenberg und Aschaffenburg ebenfalls Realschulen gegründet wurden, in Bereichen, die bis dahin zum Einzugsbereich von Obernburg gezählt hatten. Mit ein Grund für diese „Explosion“ war auch die Einführung der vierstufigen Realschule im Schuljahr 1963/64. Zahlreiche Klassen mussten ausgelagert werden und trotz Erweiterung der Schulanlage durch ein Nebengebäude wurde die Situation erst besser mit der Gründung der Nachbar-Realschule im Schulzentrum Elsenfeld, die im Schuljahr 1971/72 den Unterrichtsbetrieb aufnahm. In den Folgejahren ging – auch durch die Landkreisreform bedingt – die Schülerzahl stark zurück, bis auf ca. 350 in den 1980-er Jahren. Doch danach erlebte die Schulart „Realschule“ aufgrund ihres qualifizierten Angebots und der guten Perspektiven des Realschulabschlusses für eine anschließende weitere schulische und berufliche Ausbildung wieder einen enormen Zuwachs. Im Schuljahr  2002/03 wurde in Obernburg unter dem Schulleiter Herrn Müller die 6-stufige Realschule eingeführt. Seit dieser Zeit stiegen die Schülerzahlen erneut und wir haben dieselben Probleme wie in den 1960-er Jahren: Schulhaus und Schulanlage sind für diese Schülerzahlen und das große Lehrerkollegium nicht ausreichend. Trotz ständiger Umbauten, Anbauten und Sanierungen (Aula, Lift, neue Fachräume, Sportanlagen usw.) reicht das Platzangebot nicht, vor allem auch nicht in Bezug auf zukünftige Projekte wie Ganztagsbetreuung, Inklusion usw. Im März 2008 wurde die „Staatliche Realschule Obernburg“ unter dem Schulleiter Herrn Huther in „Main-Limes-Realschule“ Obernburg umbenannt. Die folgende Schulleitung mit Frau Siegel an der Spitze war bemüht die Qualität der Ausbildung und den guten Ruf unserer Schule - auch beruhend auf der langen erfolgreichen Tradition - während der Generalsanierung in den Jahren 2013 bis 2017 zu bewahren. 

Schulleiterin Frau Wehner-Theinert kann im Schuljahr 2016/17 zu Ihrem Amtsantritt ein komplett saniertes, "neues" Gebäude für den Unterricht einweihen.

Unsere Schule war stets eine Schule im Wandel der Zeit. Dies betrifft nicht nur den Schulnamen und das Schulgebäude, sondern vor allem hat sich der Wandel im Inneren abgespielt.

Hierzu einige Stichpunke:
Dreistufig – vierstufig - sechsstufig

Wahlpflichtfächergruppen,
Mathematik für Mädchen,
Hauswirtschaft für Buben,
Skikurse,
Schullandheim

Neue Fächer kommen hinzu, bisherige verschwinden: Informatik, Informationstechnologie, Steno, Technisches Zeichnen
Arbeitsmaterialien und Hilfsmittel: Schreibmaschinen, Computer, Rechenstab, Taschenrechner, Tafel, Tageslichtprojektor, Smartboards, Internet,
Lernmittel- und Schulwegkostenfreiheit,

Bläserklasse

 

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